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Oxalate und HPU: Gelenkschmerzen vorprogrammiert

Oxalate machen HPUlern oft das Leben schwer und sind noch nahezu unbekannt. Zu ihrem Abbau braucht der Stoffwechsel Vitamin B6 und genau das fehlt vielen HPUlern.

Oxalate und HPU: Gelenkschmerzen vorprogrammiert

Warum sind Oxalate ein Problem bei HPU?

Menschen mit HPU (Hämopyrrollaktamurie) haben oft einen Mangel an Vitamin B6. Dieses essenzielle Vitamin wird durch den fehlerhaften Hämstoffwechsel vermehrt ausgeschieden. Das Problem: B6 wird dringend benötigt, um Oxalate im Körper abzubauen. Oxalate sind pflanzliche Substanzen, die sich in verschiedenen Lebensmitteln befinden und für den Körper schwer abbaubar sind. Ein B6-Mangel führt daher häufig zu einer Ansammlung von Oxalaten, die zahlreiche Beschwerden verursachen können.

Symptome eines Oxalatüberschusses

Ein Zuviel an Oxalaten kann sich durch eine Vielzahl von Beschwerden äußern, die bei HPU-Betroffenen häufig phasenweise auftreten:

  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Schwächegefühl
  • Verdauungsprobleme und Bauchschmerzen
  • Reizblase und häufiges, insbesondere nächtliches Wasserlassen
  • Brainfog (geistige Umnebelung)
  • Stimmungsschwankungen
  • Krampfartige Gefäßerengungen mit Kältegefühl, Taubheit oder Raynaud-Syndrom
  • Trüber Urin
  • Wiederkehrende Harnwegsinfektionen oder Hefepilzinfektionen
  • Nierensteine

HPU und Histamin-Intoleranz: Eine belastende Kombination

Viele HPUler leiden zusätzlich unter einer Histamin-Intoleranz. Das stellt eine besondere Herausforderung dar, denn einige histaminarme Lebensmittel sind gleichzeitig reich an Oxalaten. Dazu gehören:

  • Heidelbeeren
  • Mandeln und Mandelmilch
  • Kartoffeln und Süßkartoffeln
  • Rote Bete
  • Möhren und Pastinaken

Während man also Histamin einspart, erhöht sich der Oxalatspiegel – ein möglicher Grund, warum die Symptome nicht besser werden. Denn daraus ergibt sich oft das nächste Problem: Oxalate können Mastzellen aktivieren.

Oxalate und Mastzellaktivierung

Aktivierte Mastzellen können zu einer Reihe von unspezifischen Beschwerden führen, darunter:

  • Chronische Müdigkeit
  • Starke Reaktionen auf Kälte, Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel
  • Hitzewallungen und Juckreiz
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Allergien und Asthma
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schwindel, Depressionen, Angst und Panik

Oxalatreiche Lebensmittel meiden

Wenn du HPU hast und auf deinen Oxalat-Haushalt achten möchtest, solltest du besonders oxalatreiche Lebensmittel meiden oder reduzieren. Hier einige Beispiele:

  • Spinat
  • Kakao und Schokolade
  • Mangold
  • Getreidekleie und Vollkorngetreide
  • Quinoa, Amaranth und Buchweizen
  • Schwarzer und grüner Tee
  • Nüsse, insbesondere Mandeln
  • Soja und Sojaprodukte
  • Tomatenmark und schwarzer Pfeffer
  • Petersilie und Artischocken

Tipps zur Reduzierung von Oxalaten

Hier einige hilfreiche Strategien, um die Oxalatbelastung zu senken:

  1. Calciumreiche Lebensmittel: Calcium bindet Oxalsäure im Darm und verhindert deren Aufnahme ins Blut. Allerdings meiden viele HPUler Milchprodukte – Alternativen sind kalziumreiche Mineralwasser oder kalziumhaltige Nahrungsergänzungsmittel.
  2. Vorsicht mit Vitamin C: Vitamin C ist bekannt dafür, Histamin im Körper zu senken. Allerdings entsteht beim Abbau von Vitamin C auch Oxalsäure, was das Problem verschärfen kann.
  3. Vermeidung von Kollagen-Trends: Kollagen kann im Körper zu Oxalaten umgebaut werden – achte besonders auf den aktuellen Trend zu Kollagen-Kaffee am Morgen.
  4. Oxalatarmes Kochen: Bestimmte Kochmethoden wie Blanchieren und Kochen in viel Wasser können den Oxalatgehalt in Lebensmitteln reduzieren.
  5. Ausreichende Hydratation: Viel Wasser trinken unterstützt die Ausscheidung von Oxalaten über die Nieren und reduziert das Risiko von Nierensteinen.

Was soll ich denn überhaupt noch essen?

Diese Frage ist durchaus berechtigt. Denn HPUler profitieren ja meist zu Beginn der Therapie von einer antientzündlichen Ernährung ohne Gluten, Kuhmilchprodukte und Zucker.
Wenn Oxalate für dich ein Problem darstellen, solltest du ausprobieren, ob du auf die sonst so verpönten Weißmehlprodukte und auf Schaf- und Ziegenmilchprodukte ausweichen kannst.

Kann ich meine Oxalatbelastung messen?

Tests auf eine Oxalatbelastung sind schwierig, da die Ausscheidung von Oxalaten im Urin meist nicht mit der Oxalatbelastung im Stoffwechsel korreliert.

Zusammengefasst

Wenn du unter HPU leidest, ist es wichtig, auf deine Oxalat- und Histamin-Balance zu achten. Ein Mangel an Vitamin B6 kann die Oxalatverwertung erheblich beeinträchtigen und zu einer Vielzahl von Beschwerden führen. Durch gezielte Ernährungsstrategien und passende Nahrungsergänzungsmittel kannst du deine Symptome lindern und deine Lebensqualität verbessern. Unterstützung findest du im HPU-Start-Programm:

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