Welche Vitamin C-Form passt zu mir?
Vitamin C erfüllt viele wichtige Aufgaben und ist für HPUler sehr wichtig. Doch welche Form…
Essenzielle Aminosäuren – warum sie bei HPU so entscheidend sind, welche Symptome auf einen Mangel hindeuten, und wie du sie richtig ergänzen kannst.
👉 Essenzielle Aminosäuren – warum sie bei HPU so entscheidend sind, welche Symptome auf einen Mangel hindeuten, und wie du sie richtig ergänzen kannst.
Aminosäuren sind die Bausteine des Lebens – genauer gesagt: die Grundbausteine für Proteine.
Dein Körper braucht sie, um Muskeln aufzubauen, Enzyme herzustellen, Botenstoffe für dein Gehirn zu produzieren und dein Immunsystem am Laufen zu halten.
Menschen mit der Stoffwechselstörung HPU (Hämopyrrollaktamurie) haben oft Schwierigkeiten, Aminosäuren aus der Nahrung aufzunehmen. Aminosäuren gewinnt der menschliche Stoffwechsel über die Verdauung von Eiweiß aus der Nahrung. Und genau damit haben Menschen mit einer HPU aufgrund des Magensäuremangels häufig Probleme. Denn HPUlern fehlt häufig das bioaktive Vitamin B6 (wie man es richtig misst, kannst du hier nachlesen), das zur Bildung von Magensäure benötigt wird.
Die meisten HPUler berichten, dass ihre Erschöpfung nachlässt, sobald sie mehr Aminosäuren zuführen.
Es gibt 20 proteinbildende Aminosäuren – aber acht davon gelten als essentiell. Das bedeutet:
Dein Körper kann sie nicht selbst herstellen.
Du musst sie über die Nahrung oder Nahrungsergänzung zuführen.
Hier ein paar Beispiele, wie essenziell sie wirklich sind:
Und nicht zu vergessen: Fast alle Enzyme und Transportproteine im Körper bestehen aus Aminosäuren. Wenn hier Bausteine fehlen, läuft dein Stoffwechsel im Notbetrieb.
Gerade bei HPU, wo bestimmte Stoffwechselwege blockiert oder überlastet sind, ist der Bedarf an Aminosäuren oft erhöht – und eine gezielte Ergänzung kann hier den Unterschied machen zwischen „gerade so durch den Tag kommen“ und echter Vitalität.
Lebensmittel, die viele Aminosäuren enthalten
Lebensmittel, die besonders reich an den 8 essentiellen Aminosäuren sind, umfassen sowohl tierische als auch pflanzliche Quellen. Hier die wichtigsten Beispiele:
Tierische Lebensmittel:
Pflanzliche Lebensmittel:
Tierische Lebensmittel enthalten in der Regel alle essentiellen Aminosäuren in optimalem Verhältnis. Unter den pflanzlichen Lebensmitteln stechen Sojabohnen und Quinoa hervor, da sie ein vollständiges Aminosäureprofil bieten.
Die MAP-Formel (Master Amino Acid Pattern) enthält diese acht essentiellen Aminosäuren in einem speziell abgestimmten Verhältnis, aus dem der menschliche Körper effizient Proteine aufbauen kann:
Histidin ist für Säuglinge zusätzlich essentiell.
Das L vor einer Aminosäure steht für die sogenannte L-Konfiguration (lat. laevo = links) und beschreibt die räumliche Anordnung. Nur L-Aminosäuren werden vom menschlichen Körper für den Aufbau von Proteinen genutzt – D-Aminosäuren (mit Aminogruppe rechts) kommen im menschlichen Stoffwechsel praktisch nicht vor.
Vorteile der MAP-Formel gegenüber anderen Eiweißprodukten
Diese MAP-Kombination entspricht exakt dem menschlichen Bedarf und hat zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Eiweißquellen:
Höchste Verwertbarkeit
Minimale Kalorien und Stickstoffabfall
Schnelle und vollständige Aufnahme
Weitere Vorteile
Achte auf gute Qualität:
Die tägliche Eiweißzufuhr ist ein zentraler Baustein der Ernährung und variiert je nach Alter, Geschlecht, Körpergewicht und körperlicher Aktivität. Gesundheitsorganisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und internationale Fachgesellschaften geben klare Empfehlungen für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Für die meisten Erwachsenen liegt der empfohlene Richtwert bei 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich, während Sportler, ältere Menschen und Schwangere einen erhöhten Bedarf aufweisen. Bei übermäßiger Proteinzufuhr über 2 g pro kg Körpergewicht können langfristig gesundheitliche Risiken entstehen.
Diese Empfehlungen dienen zur groben Orientierung:
Inzwischen gibt es zahlreiche kostenlose Apps, mit denen man seine Eiweißaufnahme tracken kann. Ich nutze dazu gerne die Fddb-App.
Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, da am Aufbau von Eiweiß aus den Aminosäuren viele verschiedene Faktoren beteiligt sind. Ganz grob kann man sagen, dass auch 1 g essentieller Aminosäuren 3 g Eiweiß aufgebaut werden können.
Die Bestimmung von Aminosäuren im Blut ist ein recht störanfälliges Verfahren, weshalb ich es nicht nutze.
Die Analyse der Aminosäuren im Blut ist störanfällig, weil viele verschiedene Faktoren das Messergebnis beeinflussen können. Schon kleine Fehler bei der Blutentnahme, der Lagerung oder beim Transport der Probe können dazu führen, dass sich die Werte verändern. Manche Aminosäuren sind sehr empfindlich und bauen sich schnell ab, wenn das Blut nicht richtig gekühlt oder zu spät untersucht wird.
Zusätzlich gibt es Unterschiede zwischen den Messmethoden und Laboren, sodass die Ergebnisse manchmal nicht direkt vergleichbar sind. Deshalb ist es wichtig, dass die Probenentnahme und -behandlung sehr sorgfältig erfolgt und die Ergebnisse immer im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand und anderen Laborwerten beurteilt werden.
Ich nutze statt den einzelnen Aminosäuren lieber den Blutparamater Gesamteiweiß als Maß für die Versorgung mit Eiweiß. Eine gute Eiweißversorgung beginnt in meinem Empfinden bei einem Wert von 7,5 g/dl Gesamteiweiß.