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Menschen mit HPU (Hämopyrrollaktamurie) leiden oft an Verdauungsproblemen wie Blähungen, Durchfall oder einem aufgeblähten Bauch. Diese Beschwerden gehen häufig mit Erschöpfung und einem allgemeinen Gefühl der Schwäche einher. Ein zentraler Grund dafür ist ein Mangel an Magensäure, der besonders die Eiweißverdauung beeinträchtigt.

Menschen mit HPU (Hämopyrrollaktamurie) leiden oft an Verdauungsproblemen wie Blähungen, Durchfall oder einem aufgeblähten Bauch. Diese Beschwerden gehen häufig mit Erschöpfung und einem allgemeinen Gefühl der Schwäche einher. Ein zentraler Grund dafür ist ein Mangel an Magensäure, der besonders die Eiweißverdauung beeinträchtigt.

 

Wie entsteht ein Magensäuremangel bei HPU?

 

Bei HPU können Betroffene das Häm-Molekül – eine wichtige Komponente für zahlreiche Körperfunktionen – nicht richtig bilden. Um die fehlerhaften Häm-Vorstufen auszuscheiden, benötigt der Körper große Mengen an Vitamin B6 und Zink. Dies führt zu erheblichen Verlusten dieser essenziellen Nährstoffe, die auch für die Produktion von Magensäure unverzichtbar sind.

Zusammenhang mit der Schilddrüse

Viele HPU-Betroffene haben zusätzlich eine Schilddrüsenunterfunktion. Da Schilddrüsenhormone die Magensäurebildung steuern, führt eine Unterfunktion häufig zu einer weiteren Reduktion der Magensäureproduktion.

 

Wie zeigt sich ein Magensäuremangel?

 

Verdauungsprobleme

Besonders die Eiweißverdauung leidet: Unverdautes Eiweiß gelangt in den Dünndarm, wo es Fehlgärungen verursacht. Das führt zu Blähungen, Bauchschmerzen und sogar Brain Fog (Gehirnnebel).

Sodbrennen

Häufig wird Magensäuremangel fälschlicherweise als Magensäureüberschuss interpretiert. Der Magen versucht, den pH-Wert zu regulieren, indem er mehr Magensaft produziert, was in die Speiseröhre aufsteigen kann und Symptome wie Sodbrennen auslöst.

 

Warum ist Magensäure so wichtig?

 

Magensäure ist zentral für die Verdauung und hat mehrere Schlüsselfunktionen:

  • Eiweißspaltung: Sie aktiviert Pepsin, ein Enzym, das Eiweißmoleküle zersetzt.
  • Stimulation der Gallenproduktion: Dies ist essenziell für die Fettverdauung.
  • Abwehr von Krankheitserregern: Sie verhindert das Wachstum schädlicher Bakterien und schützt vor Infektionen.

Ein Magensäuremangel hat weitreichende Folgen:

  • Die Verdauung verschlechtert sich, und die Nährstoffaufnahme sinkt.
  • Es entsteht ein Teufelskreis aus Mikronährstoffmängeln, Verdauungsbeschwerden und chronischer Erschöpfung.
  • Häufig sind auch Dünndarmfehlbesiedlungen (SIBO) und eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand (Leaky Gut) damit verbunden.
  • Nicht vollständig verdauter Nahrungsbrei kann im Darm fermentieren oder faulen, was die Bildung von Gasen (z. B. Methan, Schwefelwasserstoff) und toxischen Substanzen (z. B. Ammoniak) fördert. Diese Stoffe belasten die Leber und können systemische Entzündungen verstärken, sowie Brainfog („Gehirnnebel“) auslösen.

Folgen eines gestörten Säure-Basen-Haushalts

 

Die Magensäure (HCl) im Magen stimuliert die Sekretion von Natriumbicarbonat durch die Bauchspeicheldrüse. Das Bicarbonat neutralisiert den sauren Mageninhalt, der in den Dünndarm gelangt, und schafft optimale Bedingungen (pH ~7–8) für die Funktion von Verdauungsenzymen wie Lipase, Amylase und Trypsin.

Ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert im Dünndarm ist essenziell, um die Schleimhaut vor Säureschäden zu schützen und eine gesunde Darmflora aufrechtzuerhalten.

Niedriger Magensäure- und Bicarbonatspiegel behindert die Aufnahme von Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Zink und Eisen. Vitamin B12 wird ebenfalls weniger effizient absorbiert, da der intrinsische Faktor nicht ausreichend aktiviert wird.

Natriumbicarbonat spielt eine wichtige Rolle im Säure-Basen-Haushalt. Bei einer verminderten Produktion kann der Körper Schwierigkeiten haben, den pH-Wert im Blut konstant zu halten, was langfristig zu einer latenten Azidose führen kann.

Ein geringerer Säuregehalt im Magen begünstigt das Überleben von Krankheitserregern wie Helicobacter pylori, die Gastritis oder Magengeschwüre verursachen können.

 

Was kannst du tun?

 

1. Vitamin B6 und Zink auffüllen

Diese Nährstoffe sind essenziell für die Magensäureproduktion. Eine gezielte Supplementierung kann helfen, den Mangel auszugleichen.

2. Verdauung unterstützen

Bitterstoffe oder Apfelessig vor den Mahlzeiten können die Magensäureproduktion natürlich anregen.

3. Schilddrüsenfunktion stärken

Eine gesunde Schilddrüse ist essenziell für die Magensäureproduktion. Lass deine Schilddrüsenwerte überprüfen und unterstütze sie bei Bedarf durch gezielte Maßnahmen.

4. Verdauungsenzyme und Betain-HCl verwenden

Verdauungsenzyme und Betain-HCl können helfen, die Verdauung zu unterstützen und die Magensäureproduktion zu optimieren.

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